Das alltagstaugliche Selbsthilfe-Programm


Mehr Selbstwirksamkeit und Stabilität durch Qigong und Achtsamkeit, Übungen mit Stimme, Lieder, Mantren und Imagination. Basierend auf Elementen der höchst effektiven Achtsamkeitsmethoden MBSR, MBCT und ACT.

        -   Achtsamkeit  ist die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit gezielt auf die Wahrnehmung der Gegenwart und das körperliche Empfinden zu fokussieren - mit einer offenen, liebevollen, nicht-urteilenden Haltung. Seit über 30 Jahren werden Achtsamkeitsmethoden zur Stressreduktion eingesetzt und sind wissenschaftlich genauestens untersucht worden: Regelmäßiges Training kann Ängste und Depressionen deutlich lindern, den Umgang mit chronischen Schmerzen erleichtern und das allgemeine und psychische Wohlbefinden steigern.

Gewahrsein oder Achtsamkeit (mindfulness) wird traditionell im Buddhismus duch verschiedene meditative Übungen geschult. Diese Art von urteilsfreier und kindlich-neugieriger Aufmerksamkeit hilft uns, uns selbst liebevoller zu begegnen und mehr im Körper und im Moment anzukommen. Wir können uns im Alltag bewusster aufs Wesentliche ausrichten und die Vielzahl der Wunder und 'kleinen Freuden' im Leben mehr wertschätzen. Westliche Wissenschaften und auch die Psychotherapie können in den letzten Jahren mehr und mehr diese heilsamen Wirkungen von Achtsamkeitsübungen in Bezug auf Stressabbau, Umgang mit chronischen Schmerzen und Linderung und Prävention von Depressionen nachweisen. Das von Jon Kabat-Zinn entwickelte MBSR wird immer bekannter, und auch das darauf basierende MBCT speziell zur Depressionsprävention. Effektive Ansätze aus beiden Programmen erweitert um wertvolle Elemente des ACT (Acceptance and Commitment Therapie) bündele ich in meinem Konzept Die Seele stärken zu einem alltagstauglichen Methodenmix.

        -   Qi Gong   Qigong ist ein moderner chinesischer Begriff für eine Vielfalt von Traditionen des kunstvollen Umgangs mit Qi (Lebensenergie). Es sind Körperübungen, die die Entfaltung individueller Lebendigkeit, Kreativität und Selbstheilung auf unterschiedlichsten Ebenen unterstützen. Qigong-Übungen fördern Sensibilität, Selbstwahrnehmung, Konzentration und Achtsamkeit, verbessern die Stimmungslage und regulieren Disharmonien im psychischen Bereich. Wesentlich sind für mich Entspannung und Freude am Üben mit einfachen, gleichzeitig tief wirkungsvollen Übungen.

        -   Imaginationsarbeit   Das Unbewusste und die Seele äußern sich in Bildern. In vielen NLP-Übungen, in der modernen Traumatherapie vor allem durch Frau Dr. Luise Reddemann und Michaela Huber, aber auch im tibetischen Buddhismus wird die Tiefenwirkung der menschlichen Vorstellungskraft gezielt eingesetzt, um sich zu stärken und zu schützen. Imaginationsübungen und Visualisationen helfen uns, zurück in unsere Kraft und in Verbindung mit unseren Herzenswünschen, der Seele oder unserem göttlichem Wesenskern zu kommen.

        -   Mantrasingen und freies Tönen   Stimme und Stimmung sind aufs Engste miteinander verknüpft, unsere Stimme ist eine der direktsten Ausdrucksformen von Lebensenergie. Das Singen einfacher Melodien und heilsamer, oft uralter Mantratexte lässt uns innere Kraft und Freude erleben, die Verbundenheit untereinander und mit dem, was grösser ist als wir. Diesen spürbar meditativen Charakter können wir leicht mit in unseren Alltag nehmen und die Mantras z.B. beim Spazierengehen oder Fahrradfahren üben. Ulrike Boisson zeigt in ihrer Dissertationsarbeit auf, wie stark Gesang als therapeutisches Medium gerade bei depressiv verstimmten Menschen wirkt.